Steuererklärung

Allgemeines

Finanzdenken Steuererklärung

Welchen Zweck hat eine Steuererklärung?

Natürliche und juristische Personen zahlen fortlaufend Steuern. Ob die Höhe dieser gezahlten Steuern auch der Realität entsprechen, kann mit einer Steuererklärung gegenüber der Finanzbehörde erklärt werden. Waren die tatsächlichen Belastungen höher, erhält der Erklärende einen Anteil seiner gezahlten Steuern wieder. Waren die tatsächlichen Belastungen niedriger, muss der Erklärende Steuern nachzahlen.

Wer ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Der Arbeitnehmer zahlt mit seinem Lohnsteuerabzug grundsätzlich die sogenannte Einkommenssteuer. Diese wird automatisch vom Arbeitgeber einbehalten und an den Fiskus abgeführt. Theoretisch wäre die Steuerlast damit abgegolten und somit wäre die Abgabe einer Steuererklärung theoretisch freiwillig. Erst beim Vorliegen verschiedener Kriterien gilt eine Abgabepflicht. Kriterien sind an dieser Stelle der Eintritt in den Ehestand, das Vorliegen der Steuerklasse fünf oder sechs oder Einnahmen oberhalb des Grundfreibetrages.

Macht die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung Sinn?

Wieso Du Dich allerdings mit der Thematik beschäftigen und unabhängig von der Abgabepflicht eine Steuererklärung abgeben solltest, werde ich Dir folgend erläutern. Statistisch gesehen, muss nur jeder zehnte Erklärende Steuern nachzahlen. Alle anderen erhalten eine Steuererstattung, sofern sie eine Steuererklärung abgeben und das Geld nicht dem Staat schenken. Der Staat rechnet nämlich nicht eigenständig nach und macht jemanden darauf aufmerksam. Die durchschnittliche Steuererstattung lag im Jahr 2016 bei 1.027€. Ich denke für diesen Stundensatz kann man sich ruhig mal einen Tag lang um seine Steuererklärung bemühen.

Lohnsteuer als alleinige Bemessungsgrundlage?

Die Lohnsteuer ist eine Form der Einkommenssteuer und wird auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben. Der Arbeitgeber berechnet die Höhe der Lohnsteuer anhand der persönlichen Steuerklasse, Freibeträgen sowie weiterer individueller Kriterien und führt diese sofort an das Finanzamt ab. Dem Steuerzahler wird am Ende des Jahres ein Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung des vergangenen Jahres ausgehändigt, sodass dieser sieht, welche Daten an die Finanzverwaltung übermittelt wurden. Die Höhe der einbehaltenen Lohnsteuer stimmt allerdings nicht immer mit der Realität überein, denn es werden persönliche Freibeträge oder abzugsfähige Belastungen nicht immer vollständig berücksichtigt. Demnach wurden eventuell zu viele Steuern bezahlt und diese Mehrzahlungen können sich mithilfe der Steuererklärung wieder eigenständig zurückholt werden.

Freibeträge und sonstige Belastungen?

Wie viel Zeit und Mühen Du in Deine Steuererklärung stecken musst, hängt von Deinen persönlichen Verhältnissen und Einkünften ab. So macht es einen deutlichen Unterschied, ob Du ledig oder verheiratet bist. Auch Deine eigenen Kinder spielen in der Berechnung eine Rolle. Zu den Einkünften neben der nichtselbstständigen Arbeit, zählen beispielsweise die selbstständige Arbeit, ein Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft oder Erträge aus Kapital, Vermietung und Verpachtung. Zudem zählen Elemente wie die private Altersvorsorge, berufsbedingte Versicherungen oder aber auch die berufsbedingten Ausgaben (Werbungskosten) eine entscheidende Rolle. Apropos Werbungskosten und Vorsorgeaufwendungen. Bei diesen zwei Bausteinen lohnt es sich, alle tatsächlich angefallenen Kosten penibel aufzulisten. Denn sie sind unter anderem maßgeblich dafür verantwortlich, ob eine Steuerrückzahlung in Frage kommt.

Werbungskosten

Finanzdenken Fahrtkosten

Was sind Werbungskosten?

Aufgrund der Ausübung einer (nicht)selbstständigen Arbeit, hat man berufsbedingte Aufwendungen und Ausgaben. Diese werden als Werbungskosten beschrieben. Das Finanzamt rechnet für die Werbungskosten eine Pauschale in Höhe von 1.000€ automatisch an. Falls also die persönlichen Werbungskosten unter 1.000€ liegen, kann man dennoch 1.000€ ansetzen lassen. Wenn die wirklichen Ausgaben für Werbungskosten. d.h. Fahrtkosten, Kosten für Arbeitsmittel, Berufsbekleidung, Verpflegungsmehraufwand, Reinigungskosten, Gewerkschaftsbeiträge, beruflichen Fortbildungen, einschlägiger Literatur, Bewerbungskosten, Umzugskosten etc. allerdings die Pauschale überschreiten, sollten diese einzeln aufgelistet und geltend gemacht werden.

Worauf muss geachtet werden?

Seit dem Steuerjahr 2017 müssen nicht mal mehr Belege/Rechnungen/Nachweise eingereicht werden. Nur wenn das Finanzamt Differenzen erkennt oder bei manchen Angaben Zweifel hat, können diese Belege/Rechnungen angefordert werden. Die gemachten Angaben sollten also stets der Realität entsprechend. Deshalb sollte man sich so früh wie möglich angewöhnen, alle relevanten Belege, Rechnungen und Nachweise aufzubewahren. Welche das im Einzelfall sind, erläutere ich dir nachfolgend.

Fahrtkosten

Eine der größten Positionen der Werbungskosten sind die Fahrtkosten. Dieser Pauschbetrag von 1.000€ wird hier schnell überschritten, denn das Finanzamt erkennt eine verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale von 0,30€ je Entfernungskilometer als Werbungskosten an. Verkehrsmittelunabhängig bedeutet, dass die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem privaten Pkw geschehen kann. Diese Aufwendungen können allerdings grundsätzlich nur einmal je Arbeitstag geltend gemacht werden und es darf nur die einfache Fahrtstrecke (Hin- oder Rückweg) berechnet werden.

Beispiel Fahrtkosten: 230 Arbeitstage x 15 Kilometer (einfache Strecke) x 0,30 €/Km = 1.035€

Tipp: Ohne gesonderten Nachweis werden 230 Tage bei einer 5-Tage-Woche regelmäßig anerkannt (52 Wochen x 5 Arbeitstage – 30 Urlaubstage). Dennoch sollte man hier bei der Wahrheit bleiben und alle tatsächlich angefallenen Krankheits- sowie Urlaubstage angeben. 

Wie Du siehst, kann allein durch die zurückgelegten Wege zwischen Wohnung und der Tätigkeitsstätte der Pauschbetrag schnell überschritten werden. Fallen bei den Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln tatsächlich höhere Kosten an, können diese ebenfalls geltend gemacht werden. Allein bei den Fahrtkosten können jährlich bis zu einem Höchstbetrag von 4.500€ abgesetzt werden.

Arbeitsmittel

Unter Arbeitsmittel fallen solche Gegenstände, die du für die Ausübung Deiner Arbeit benötigst. Diese Notwendigkeit musst Du gegebenenfalls glaubhaft begründen können, sollten seitens des Finanzamtes Zweifel aufkommen. Während der Ausbildungs- oder Studienzeit benötigst Du beispielsweise einen Rucksack oder Aktentasche, mit denen Du Deine Unterlagen oder den Laptop zur Schule/Uni transportieren kannst. Apropos Laptop: solltest Du Dir einen Laptop, Tablet oder Computer für Dein Studium angeschafft haben, kannst Du diesen in der Regel zur Hälfte absetzen. Das Finanzamt erkennt im Normalfall eine 50% private und 50% berufliche Nutzung an.

Arbeitsmittel können bis zu einem Betrag von 410€ Netto (d.h. ohne Mehrwertsteuer) komplett auf das entsprechende Jahr angesetzt werden. Sollte der Kaufbetrag höher sein, so wird das Arbeitsmittel über mehrere Jahre abgeschrieben und sollte somit in der nächsten Steuererklärung erneut aufgeführt werden. Ein Computer kostet oft mehr als 410€ und wird demnach über 3 Jahre hinweg abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer bemisst sich grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und wird vom Bundesfinanzministerium anhand der Afa-Tabelle vorgeschrieben. Hiernach ist ein Computer über 3 Jahre hinweg abzuschreiben.

Weitere Arbeitsmittel können Fachliteratur, wie beispielsweise einschlägige Bücher oder Zeitschriften sein, um sich tiefer in Studieninhalte einzuarbeiten oder Präsentationen und Vorträge vorzubereiten. 

Zudem ist es je nach Begründung möglich, seine Telefonkostenrechnung und/oder Internetanschlussrechnung teilweise abzusetzen.

Berufsbekleidung

Die Berufskleidung wird in der Regel vom Arbeitgeber oder Dienstherrn gestellt, sodass man eigenständig kein Geld mehr ausgeben muss. Aber schaut man beispielsweise auf das Ordnungsamt, so tragen diese oft private Mützen, Schals oder Handschuhe. In den Reihen der Polizei sieht man oftmals diverses Equipment an deren Koppel, welche privat angeschafft worden ist.

Der maßgeschneiderte Anzug oder die teuren Lederschuhe fallen jedoch nicht hierunter, da hier die überwiegende private Nutzung unterstellt wird. In diesem Zusammenhang können auch noch die Reinigungskosten der Berufskleidung abgesetzt werden. Da die Kleidung bestimmter Berufsgruppen wie die der Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Ärzte etc. einen gepflegten Zustand aufweisen müssen/sollen, können die Reinigungskosten abgesetzt werden. Hier kann man eine eigene Rechnung mit den geltenden Pauschalsätzen aufstellen, welche bei der heimischen Wäsche anfallen oder aber die tatsächlichen Reinigungskosten einer Reinigungsfirma.

Verpflegungsmehraufwand

Als Verpflegungsmehraufwand werden solche Kosten anerkannt, die im Zusammenhang mit einer Auswärtstätigkeit entstehen. Berechnungsgrundlage hierfür ist die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung oder außerhalb der ersten Tätigkeitsstelle. 

Seit 2020 gelten bei einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden von der Wohnung oder der ersten Tätigkeitsstelle ein Betrag von 14€. Erfolgt eine berufsbedingte Abwesenheitsdauer von mehr als 24 Stunden, kann ein Verpflegungsmehraufwand von 28€ abgesetzt werden.

Kontoführungsgebühren

Viele Banken, wie Sparkasse oder Raiffeisenbank, erheben mittlerweile Kontoführungsgebühren bei den Kunden. Die Banken erwirtschaften nicht mehr so viel Gewinn in Zeiten der Niedrigzinsen, allerdings bleiben die hohen Fixkosten für die zahlreichen örtlichen Banken mit den ganzen Mitarbeitern erhalten. Um eine weitere Einnahmequelle zu generieren, werden nun Gebühren erhoben, sobald ein Kunde ein Konto besitzt. Das Finanzamt erkennt hier eine Pauschalbetrag von 16€ jährlich an. Wie Du Dir diese Kosten ganz ersparen kann, habe ich unter Direktbanken geschildert.

Gewerkschaftsbeiträge

Solltest Du einer Gewerkschaft beigetreten sein, kannst Du die gezahlten Beiträge anteilig absetzen.

Berufliche Fortbildungen

Muss man berufsbedingt an Fortbildungen teilnehmen und hierfür eine andere Arbeitsstätte aufsuchen, so kann man auch hier die angefallen Kosten, wie beispielsweise Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwand geltend machen.

Bewerbungskosten

Viele Kosten im Zusammenhang mit der Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz, Universitäts- oder Fachhochschulplatz sowie Arbeitsplatz können ebenfalls geltend gemacht werden. So muss man beispielsweise zu einem Bewerbungsgespräch erscheinen und hierbei entstanden Fahrkosten. Zudem muss eine Bewerbung samt Fotokopien, Porto, Briefumschlag, Klarsichtfolie etc. abgeschickt bzw. eingereicht werden. Auch werden Bücher, Magazine und Ratgeber in diesem Zusammenhang teilweise anerkannt, denn diese dienen dem Zweck der persönlichen Vorbereitung auf die Bewerbung und auf das möglicherweise anstehende Auswahlverfahren.

Umzugskosten

Wurde aus beruflichen Gründen ein Umzug vorgenommen, so können auch diese Kosten anteilig abgesetzt werden. Berufliche Gründe liegen vor, wenn sich die Fahrt zur Arbeitsstelle hierdurch erheblich verkürzt und eine Fahrzeitersparnis vorliegt. Grundsätzlich können bei einem Umzug die Kosten für die Fahrt zur Wohnungsbesichtigung, doppelte Mietzahlungen bis zu sechs Monaten und Transportkosten für Hausstand geltend gemacht werden. Aber auch weitere Kosten wie Trinkgelder für Umzugshelfer, der Einbau einer Küche und anderen elektrischen Geräten, Umschreiben des Personalausweises und der Renovierung der alten Wohnung, werden in der Regel bei entsprechenden Nachweisen anerkannt.

Vorsorge-

aufwendungen

Was sind Vorsorgeaufwendungen?

Unter Vorsorgewendungen versteht man Aufwendungen für die Altersvorsorge, für Kranken- und Pflegeversicherung sowie sonstige Versicherungen.

Was gehört alles zu den Vorsorgeaufwendungen?

Hierunter zählt man vor allem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, der Riester-Rente oder der Rürüp-Rente.

Des weiteren zählen Aufwendungen für die Basiskrankenversicherung und die Pflegeversicherung zu den Vorsorgeaufwendungen. Zu den sonstigen Versicherungen gehören unter anderem die Beiträge zur Berufsunfähigkeits-, Arbeitslosen-, Unfall- und Risikolebensversicherung. Darüberhinaus werden noch Kapitallebensversicherungen berücksichtigt, die vor 2005 abgeschlossen worden sind.

Weitere Bausteine der Steuererklärung

Die Werbungskosten und Vorsorgeaufwendungen sind nur zwei größere Bausteine einer Steuererklärung, bei denen der Steuerzahler selbst aktiv werden muss, um seine Steuerschuld zu mindern und im Idealfall eine Steuerrückzahlung zu erhalten. Jede Situation ist individuell und es können beispielsweise noch Kosten für Kinderbetreuung, außergewöhnlichen Belastungen, Unterstützung bedürftiger Angehöriger, Doppelter Haushaltsführung etc. geltend gemacht werden, sofern diese wirklich angefallen sind. Alle angesprochenen Punkte sind nicht abschließend und sollten noch mal eigenständig recherchiert werden, da jede Lebenssituation anders zu handhaben ist. Zudem ändern sich regelmäßig Fristen und Pauschalbeträge, sodass auch hier regelmäßig auf Neuigkeiten geachtet werden muss.

Steuer erklären

Wie erkläre ich meine Steuer?

Eine Steuerklärung musste bis zum Steuerjahr 2017 bis Ende Mai des Folgejahres abgegeben werden. Seit 2019 wird für das Steuerjahr 2018 eine Verlängerung von zwei Monaten gewährt, sodass diese bis zum 31.07.2019 abgegeben werden muss. Diese kann ganz altmodisch in Papierform angefordert, ausgefüllt und versendet werden. Da es sich je nach Einzelfall um viele verschiedene Blätter handelt und man alles händisch eintragen müsste, lohnt es sich, auf die elektronische Form der Steuererklärung zurückzugreifen.

ELSTER

Mittels dem Elster-Portal unter der Internetseite www.elster.de kann die Steuererklärung online ausgefüllt und an das Finanzamt gesendet werden. Die Internetseite wurde von der Finanzverwaltung zur einfachen Kommunikation mit dem Bürger erstellt und dient der kostenlosen elektronischen Abgabe der Steuererklärung. „Elster steht für ELektronische STeuerERklärung und ermöglicht eine effiziente, zeitgemäße und hochsichere elektronische Übertragung jeglicher Steuerdaten zwischen Bürgern, Steuerberatern, Arbeitgebern, Verbänden, Finanzbehörden und sonstigen Institutionen.“ Bei dieser Form der Abgabe wird man anhand eines roten Fadens durch die verschiedenen Kategorien der Steuererklärung geführt und erhält nebenbei einige Hinweise zu den auszufüllenden Feldern. Wenn man die Steuererklärung ein, zwei Mal über Elster abgewickelt hat, weiß man in der Regel, welche Felder auszufüllen sind und wie der Ablauf funktioniert.

Steuersoftware-Programm

Neben dieser kostenfreien Variante, kann man für die Steuererklärung viele verschiedene Steuersoftware-Programme für den privaten Computer kostenpflichtig erwerben. Eines der bekannteren Programme ist die WISO Software. Dieses Programm wird jedes Jahr aufs Neue von der Firma Buhl und dem ZDF erstellt und für ca. 20-30€ vertrieben. Diese Kosten lassen sich selbstverständlich wieder als Ausgaben anrechnen. Das Programm ist ohne Vorkenntnisse leicht zu handhaben und bietet individuelle Steuertipps. Anhand vieler Erklärungs-Videos wird der Nutzer kinderleicht durch die gesamte Steuererklärung geführt und erhält nebenbei die wichtigsten Informationen zum jeweiligen Themengebiet. Sobald die persönlichen Daten, wie beispielsweise der steuerlichen Identifikationsnummer, Adresse, Bankverbindung usw. angegeben worden sind, übernimmt das Programm diese Pflichtdaten automatisch für das Folgejahr, sofern erneut die WISO-Software benutzt wird. Die Abgabe erfolgt automatisch über die WISO-Software an ELSTER. Diese Datenübernahme funktioniert übrigens auch bei Elster.

WISO Steuersoftware

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Fazit

Finanzdenken Steuer

Steuererklärung lohnt sich

Zusammenfassend kann man sagen, dass man ab dem Einstieg in die Berufswelt über die Erklärung der eigenen Steuer nachdenken sollte. Viele Ausgaben fallen im Zusammenhang mit der Tätigkeit an und können oftmals mithilfe der Steuererklärung (anteilig) abgesetzt werden. Statistisch gesehen, erhalten viel mehr Deutsche eine Steuererstattung als eine Steuernachzahlung. Sobald man einmal verstanden hat, welche Rechnungen/Belege und Nachweise man aufbewahren muss, geht es die Folgejahre immer einfacher. Die Werbungskosten und Vorsorgeaufwendungen sind zwei große Bausteine, um eigene Kosten geltend zu machen. Hier sind meine bisherigen Aufzählungen nicht abschließend und es sollte auf jede Situation individuell geschaut werden. ELSTER ist zwar grafisch nicht sehr ansprechend, aber zweckdienlich. Ist die Handhabung einmal verstanden, erfolgt die Bearbeitung der Steuererklärung auch die Folgejahre immer schneller. Solltest Du mit ELSTER gar nicht zurecht kommen, ist ein Steuersoftware-Programm möglicherweise eine gute Alternative. Wenn auch das nicht funktioniert, kann allerdings noch ein Steuerberater weiterhelfen.

Im Zweifel zum Steuerberater

Alle aufgeführten Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen aufgeführt, allerdings sind diese nicht abschließend und werden nicht fortlaufen aktualisiert. Die eigenen Recherchen sind unumgänglich. Sollten hier offene Fragen entstehen oder man sich unsicher fühlt, hilft in meinen Augen nur der Weg zum Steuerberater. Zudem gibt es Institutionen wie den Lohnsteuerhilfeverein, welche mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Sie wissen ganz genau, was steuerlich absetzbar ist und welche aktuellen Regeln herrschen. Sie können relativ schnell erkennen, ob es zu einer Steuererstattung oder zu einer Steuernachzahlung kommt. Die Beanspruchung dieser Dienstleistung kostet natürlich Geld, kann sich je nach Situation aber definitiv lohnen.

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