Portfolio

Mein Start

Kleine Schritte sind besser als keine Schritte

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich ich meine persönliche Finanzplanung abgeschlossen hatte, d.h. ich mir über meine Anlageziele, Anlagedauer, Anlageart und Risikobereitschaft bewusst wurde. Anfangs investierte ich ohne jegliche Strategie und hoffte auf schnelle Kursgewinne, um diese zu realisieren. Ständig guckte ich in mein Depot und in meine Watchlist, um den bestmöglichen Zeitpunkt zum Kaufen und Verkaufen zu erwischen. Ich handelte stets emotional und nicht rational. Ich ließ mich durch Hypes, Tipps und Analysten-Meinungen beeinflussen und führte daraufhin sehr viele Transaktionen durch.

Meine Erkenntnis

Erst die Erkenntnis, dann der Fortschritt

Erst als ich angefangen habe meine Investitionen zu tracken, wurde mir bewusst, dass mir die ganzen Ordergebühren in Wirklichkeit ein dickes Minus beschert hatten. Die fehlende Strategie bedeutete also viel Lehrgeld. Definitiv ärgerlich, aber dennoch sehr lehrreich. Denn ich nahm diese Erkenntnis zum Anlass, mich mit meiner persönlichen Finanzplanung auseinander zu setzen.

Mein Ziel

Kapitalaufbau

Mein langfristiges Anlageziel ist es, mein Kapital bis zum Eintritt in die Altersrente mithilfe von Aktien und ETFs deutlich zu vermehren. Es ist statistisch bewiesen, dass eine langfristig Investition in ein breit diversifiziertes Aktienportfolio eine durchschnittliche Realrendite (nach Abzug von Inflation) von 6,6% bringt.

Dividenden

Durch meine anfängliche Aktieninvestition in die Allianz AG, erhielt ich bereits nach kurzer Zeit meine erste Dividendenausschüttung in Höhe von 32€. Es war einfach ein beruhigendes Gefühl, wenn regelmäßig etwas von dem investierten Geld zurückkommt. Ich wollte also auch weiterhin Dividenden erhalten, allerdings sollten diese möglichst monatlich ausgeschüttet werden und in ihrer Höhe ansteigen.

Passives Investieren

Außerdem sollte alles passiver werden, d.h. ich möchte nicht mehr so viel aktive Zeit in die Investitionen stecken. Kein ständiges Beobachten der Kurse, ob man lieber kaufen oder verkaufen sollte. Diese drei Ziele (möglichst passiver Kapitalaufbau mithilfe von Dividenden) habe ich mir damals festgelegt, verfolge diese Ziele noch heute und werde sie auch in Zukunft verfolgen. Das ist der große Vorteil, wenn man sich intensiv mit seiner Finanzplanung auseinander setzt.

Meine Strategie

Dividendenstrategie

Mit diesen Vorgaben wurde ich sehr schnell auf die Dividendenstrategie aufmerksam. Der Gedanke dahinter: Einmal in solide Unternehmen investiert, erhalte ich fortlaufend passive Erträge in Form von Dividenden.

Automatische Dividendenerhöhungen

Und das Beste daran ist, dass viele Unternehmen bemüht sind, die Dividendenausschüttungen jährlich zu steigern. Das bedeutet, dass die erhaltene Dividende ohne jegliches zu tun immer weiter ansteigt. Quasi eine Gehaltserhöhung ohne wirkliche Gegenleistung, denn diese besteht nur darin, investiert zu bleiben und nicht zu verkaufen. Diese ansprechende Dividendenpolitik bzw. freundliche Aktionärspolitik wird allerdings nicht in jedem Land und in Unternehmen gepflegt. Hierfür muss der Blick in die Richtung der USA gehen, denn dort ist die Aktienkultur eine ganz andere. Viele Teile des dortigen Rentensystems basieren auf solche fortlaufenden Auszahlungen in Form von Dividenden und das wissen die US-amerikanischen Unternehmen. Daher werden zum einen die dortigen Unternehmen und zum anderen das Investieren in Aktien an sich, steuerlich begünstigt.

Dividendenaristokraten und Dividendenkönige

Interessant sind in diesem Zusammenhang die sogenannten Dividendenaristokraten oder Dividendenkönige. Das sind jene Unternehmen, die ihre Dividende seit 25 bzw. 50 Jahren jährlich erhöht haben. Die Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft, allerdings haben solche Dividendenkönige wie beispielsweise Coca-Cola, schon etliche Wirtschaftsabschwünge mitgemacht und dennoch jährlich ihre Dividende erhöht. Es ist also ein Indiz für eine gesunde und solide Bilanz sowie dem korrekten haushalten mit den eigenen finanziellen Mitteln. Solche Unternehmen sind in der Regel keine Kursraketen, aber die Dividenden kommen pünktlich auf das Konto der Aktionäre an und das ist es, was ich möchte.

Steigende Dividenden und steigende Aktienkurse

Neben diesen passiven Erträgen profitiere ich natürlich von solchen Kurssteigerungen, denn langfristig steigen in der Regel die Aktienkurse. Diese Buchgewinne interessieren mich jedoch eher weniger, denn im Idealfall werde ich meine Investitionen nie verkaufen. Dies ist ein weiterer Vorteil, denn diese Vorgehensweise erspart mir wiederum viele Ordergebühren.

Risikominimierung durch Diversifikation

Natürlich kann ein Unternehmen insolvent werden, die Dividendenausschüttung kürzen oder gar streichen. Daher ist es wichtig, sein Risiko auf mehrere Unternehmen, Branchen und Länder zu verteilen. Mein Ziel war es, ungefähr 30 Einzeltitel mit annähernd gleicher Gewichtung im Portfolio zu haben. Sollte ein Totalverlust dabei sein, macht dies lediglich 3,33% aus und fällt daher nicht so schwer ins Gewicht.

Risikominimierung durch Unternehmensanalyse

Neben diesem Aspekt der Diversifikation sollte man zudem ganz genau auf das einzelne Unternehmen an sich achten: Hat das Unternehmen eine starke Marke, marktherrschende Stellung oder Burggraben (etablierte Stellung und nicht leicht zu kopieren)? Wie sehen die Zukunftsaussichten aus? Sind die fundamentalen Kennzahlen wie steigender Umsatz/Gewinn/Cashflow oder eine gemäßigte Verschuldung in Ordnung? Wie sieht die Dividendenhistorie (siehe Dividendenaristokraten und Dividendenkönige) und die Ausschüttungsquote aus? Zudem ist ein Blick auf die Dividendenrendite sowie dem Dividendenwachstum wichtig. Sind all diese Kriterien im grünen Bereich, ist dies ein guter Indikator dafür, dass das Unternehmen auch in Zukunft steigende Dividenden an seine Aktionäre ausschütten kann.

Weitere Infos rund ums Portfolio …

Unter dem Reiter „Unternehmen“ siehst Du mein aktuelles Portfolio mit entsprechender Gewichtung und jeweiligen Unternehmensbeschreibung. Der „Dividendenkalender“ zeigt die Monate an, in welchen die Unternehmen meines Portfolios ihre Dividenden ausschütten. Unter „Dividendeneinnahmen“ gebe ich Dir einen Überblick über die Entwicklung meiner laufenden Einnahmen aus Dividenden. Die „Optionseinnahmen“ haben nur indirekt mit der Dividendenstrategie zu tun, führen jedoch ebenfalls zu laufenden Einnahmen. Hier gebe ich Dir einen Einblick in meine Strategie und meine Fortschritte.

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