Wieso steigen die Aktienkurse?

Intro

„Der Aktienmarkt steigt jährlich im Durchschnitt um ungefähr X%“

Wieso steigen die Aktienkurse im Durchschnitt eigentlich jährlich? Schaut man sich den Chart des Vanguard FTSE All-World ETF an, so kann man erkennen, dass dieser innerhalb von ungefähr acht Jahren (2012 – 2020) eine Rendite von rund 150% inklusive der Ausschüttungen erwirtschaftet hat. Da dieser ETF die gesamte Weltwirtschaft abbildet, konnte man von der wachsenden Weltwirtschaft partizipieren. Sofern man investiert gewesen ist. Fairerweise muss man sagen, das die letzte Rezession (2008) nicht mit eingerechnet wurde. Dennoch ist die Tendenz in der Vergangenheit immer positiv gewesen und dieses Beispiel soll den Trend verdeutlichen.

An dieser Stelle ein Vergleich zum Tagesgeldkonto: seit März 2016 liegt der Leitzins bei 0%. In den Jahren 2014 und 2015 lag dieser bei 0,05 bis 0,15%. Im Jahr 2013 zwischen 0,25% und 0,5% sowie im Jahr 2012 bei 0,75%. Betrachtet man also ebenfalls den Zeitraum von 2012-2020, so ist die Rendite nicht der Rede wert und wurde ohnehin von der Inflation aufgezehrt. Die Entwicklung kannst Du bei Statista hier nachsehen.

Zurück zur Rendite des Welt-ETFs. Für diese Performance der wachsenden Weltwirtschaft gibt es nämlich mehrere Gründe:

Wachsende Weltbevölkerung

Es gibt immer mehr Menschen auf der Erde

Schauen wir in den asiatischen Raum, sehen wir Länder wie China und Indien. Die dortige Bevölkerung wächst und wächst. In China betrug die Bevölkerung im Jahr 2000 etwa 1.262 Millionen. Im Jahr 2018 sind 130 Millionen Menschen hinzugekommen und die Zahl ist auf etwa 1.392 Millionen angestiegen. In Indien sind die Steigerungen ähnlich hoch. Im Jahr 200 betrug die Bevölkerung etwa 1.030 Millionen Menschen und im Jahr 2018 bereits 1.330 Millionen Menschen.

Das bedeutet, dass es mehr Konsumenten gibt und die Konsumausgaben steigen. Es gibt aber auch mehr Arbeitnehmer und Unternehmer, welche die Wirtschaftsleistung erhöhen.

Neue Erfindungen

Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat

Gerade im Bereich der Automation und Robotik passiert heutzutage sehr viel. Arbeitsprozesse werden automatisiert und effizienter, was für die Unternehmen günstiger ist und höhere Stückzahlen ermöglicht. Als Beispiel sei hier die Autoherstellung genannt. Vor 20-30 Jahren konnten nur Buchteile von den Stückzahlen hergestellt werden, die heute produziert werden können. Als Erfindungen oder wichtige Ereignisse seien hier das Aktivschalten des Atomkraftwerkes, die Entwicklung des Fernsehers und des Computers, die Erfindung des Internets und das erste Smartphone genannt. Schaut man ein wenig in die Zukunft, so stehen uns autonomes Fahren, bewusste Genmanipulationen, 3D-Druck und touristische Raumfahrt bevor

Höhere Lebens-

erwartungen

Das Gesundheitssystem wird weltweit besser und die Lebenserwartungen steigen

Die Menschen werden aufgrund besserer Gesundheitsversorgung immer älter. Viele Krankheiten , die früher nicht behandelt werden konnte, sind mittlerweile heilbar. Mit entsprechenden Impfungen und neuen Medikamenten können die Menschen viele gesundheitliche Probleme beheben. Hierdurch steigen dementsprechend die Lebenserwartungen der Menschen. Sie leben länger, arbeiten länger und haben auch mehr Zeit für Konsum. Im Idealfall sammeln die Menschen mit mehr Lebenszeit auch mehr Vermögen an, welches im Rentenalter wiederum verkonsumiert werden kann.

Schauen wir hierfür auf die Lebenserwartungen der Deutschen, so lag diese im Jahr 1950 noch bei 64,6 Jahren bei Männern und 68,5 Jahren bei Frauen. Im Jahr 2020 haben Männer bereits eine Lebenserwartung von 78,9 Jahren und Frauen 83,6 Jahren.

An den Unternehmens-

erfolgen teilhaben

Hinter jedem Wachstum steckt ein Mensch bzw. ein Unternehmen

Mithilfe von Aktien und ETFs kann man an diesen Entwicklungen teilhaben. Durch die Investitionen in jene Unternehmen erhalten diese frisches Kapital und können mit ihren Entwicklungen fortsetzen. Natürlich kommt es darauf an, in welches Unternehmen man investiert. Ob ein Tabbakunternehmen mit seinen Produkten und Weiterentwicklungen die Welt verbessert, sei mal dahin gestellt. Aber Pharmazie- oder andere Gesundheitsunternehmen, welche es ermöglichen Krankheiten zu heilen und das Leben länger und angenehmer zu gestalten, brauchen viel Kapital für Forschung und Entwicklung. An diesen Unternehmen kann man sich beteiligen und man stellt sein investiertes Kapital zur Verfügung, um den Unternehmen weiteres Wachstum, Fortschritt und Entwicklung zu ermöglichen. Schaut man sich den technischen Fortschritt an, so gibt es viele Technologie-Unternehmen die immer schnellere Smartphones auf den Markt bringen oder sogar Autos von alleine fahren lassen können. Belohnt wird man oftmals mit steigenden Aktienkursen und/oder Dividendenauszahlungen. Auch „grüne“ Investitionen in Unternehmen für Solarenergie, Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen oder Nahrungsmittel auf pflanzlicher Basis erhalten immer mehr Aufmerksamkeit und stehen im Fokus vieler Anleger.

Starthilfe beim Investieren

Möchtest Du ebenfalls an diesem Wachstum teil haben, so kannst Du dies mithilfe von Aktieninvestitionen bewerkstelligen. Doch leider weiß man nie im Vorfeld, welches Unternehmen das entsprechende Medikament oder die entsprechende Technologie auch wirklich erfinden oder bauen wird. Daher haben Investitionen in Einzelaktien auch ein höhere Risiko, als würde man automatisch in ganz viele Einzelaktien investieren. Dies kann mithilfe eines ETF getan werden. Mit dem Investitionsleitfaden gebe ich Dir eine Schritt für Schritt Anleitung, wie Du bei Deinen ersten Investitionen vorgehen solltest.

In diesem Sinne noch ein Zitat des deutschen Aktieninstituts: Deutsches Aktieninstitut: „Wer in Aktien des Deutschen Aktienindex DAX gespart hat, partizipierte an der Kursentwicklung und den Dividenden der großen deutschen Börsenwerte. So konnte man beispielsweise bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,9 Prozent im Jahr auf das angelegte Geld erwirtschaften. Im schlechtesten Fall lag die jährliche Rendite bei 3,8 Prozent, im besten bei 15,2 Prozent.“ siehe hier.