Portfolio

Dividendenstrategie?

Automatische Dividendenerhöhungen

Viele Unternehmen bemühen sich die Dividendenausschüttungen jährlich zu steigern. Das bedeutet, dass die erhaltene Dividende ohne jegliches zu tun immer weiter ansteigt. Quasi eine Gehaltserhöhung ohne wirkliche Gegenleistung, denn diese besteht nur darin, investiert zu bleiben und nicht zu verkaufen. Diese ansprechende Dividendenpolitik bzw. freundliche Aktionärspolitik wird allerdings nicht in jedem Land und in Unternehmen gepflegt. Hierfür muss der Blick in die Richtung der USA gehen, denn dort ist die Aktienkultur eine ganz andere. Viele Teile des dortigen Rentensystems basieren auf solche fortlaufenden Auszahlungen in Form von Dividenden und das wissen die US-amerikanischen Unternehmen. Daher werden zum einen die dortigen Unternehmen und zum anderen das Investieren in Aktien an sich, steuerlich begünstigt.

Dividendenaristokraten und Dividendenkönige

Interessant sind in diesem Zusammenhang die sogenannten Dividendenaristokraten oder Dividendenkönige. Das sind jene Unternehmen, die ihre Dividende seit 25 bzw. 50 Jahren jährlich erhöht haben. Die Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft, allerdings haben solche Dividendenkönige wie beispielsweise Coca-Cola, schon etliche Wirtschaftsabschwünge mitgemacht und dennoch jährlich ihre Dividende erhöht. Es ist also ein Indiz für eine gesunde und solide Bilanz sowie dem korrekten haushalten mit den eigenen finanziellen Mitteln. Solche Unternehmen sind in der Regel keine Kursraketen, aber die Dividenden kommen pünktlich auf das Konto der Aktionäre an und das ist es, was ich möchte.

Steigende Dividenden und steigende Aktienkurse

Neben diesen passiven Erträgen profitiere ich natürlich von solchen Kurssteigerungen, denn langfristig steigen in der Regel die Aktienkurse. Diese Buchgewinne interessieren mich jedoch eher weniger, denn im Idealfall werde ich meine Investitionen nie verkaufen. Dies ist ein weiterer Vorteil, denn diese Vorgehensweise erspart mir wiederum viele Ordergebühren und ein Timing.

Risikominimierung durch Diversifikation

Natürlich kann ein Unternehmen insolvent werden, die Dividendenausschüttung kürzen oder gar streichen. Daher ist es wichtig, sein Risiko auf mehrere Unternehmen, Branchen und Länder zu verteilen. Mein Ziel war es, ungefähr 30 Einzeltitel mit annähernd gleicher Gewichtung im Portfolio zu haben. Sollte ein Totalverlust dabei sein, macht dies lediglich 3,33% aus und fällt daher nicht so schwer ins Gewicht.

Risikominimierung durch Unternehmensanalyse

Neben diesem Aspekt der Diversifikation sollte man zudem ganz genau auf das einzelne Unternehmen an sich achten: Hat das Unternehmen eine starke Marke, marktherrschende Stellung oder Burggraben (etablierte Stellung und nicht leicht zu kopieren)? Wie sehen die Zukunftsaussichten aus? Sind die fundamentalen Kennzahlen wie steigender Umsatz/Gewinn/Cashflow oder eine gemäßigte Verschuldung in Ordnung? Wie sieht die Dividendenhistorie (siehe Dividendenaristokraten und Dividendenkönige) und die Ausschüttungsquote aus? Zudem ist ein Blick auf die Dividendenrendite sowie dem Dividendenwachstum wichtig. Sind all diese Kriterien im grünen Bereich, ist dies ein guter Indikator dafür, dass das Unternehmen auch in Zukunft steigende Dividenden an seine Aktionäre ausschütten kann.

Folgend sind alle Unternehmen und ETFs mit Kurzbeschreibung (für Beschreibung drauf klicken) aufgelistet, in welche ich investiert bin. Weiter unten siehst Du zudem mein aktuelles Portfolio in grafischer Ansicht mit der entsprechenden Gewichtung.

Unternehmen

3M
AbbVie
Airbus
Allianz
Altria
Apple
AT&T
BASF
Berkshire Hathaway
BlackRock
Carnival Corporation
CDProjekt
Cisco
Coca-Cola
Danaher
E.ON
Fresenius
Gazprom
Johnson & Johnson
Lockheed Martin
LTC Properties
Main Street Capital
McDonald´s
Microsoft
Nike
Nvidia
Realty Income
Royal Dutch Shell
Stryker
Tencent
Unilever
VISA
Walt Disney
W.P. Carey

ETFs

ETF: Vanguard All-World
ETF: iShares EM IMI
ETF: iShares Global Sel.
Finanzdenken Portdolio 072021