Spielend ein Finanzdenken erlernen – Monopoly!

Intro

Brettspiel sei Dank

Ich wette, dass Du schon mal ein Brettspiel gespielt hast, in dem Du ein Finanzdenken benötigt hast. Es gibt ein ganz bestimmtes Spiel, welches als Gesellschaftsspiel ausgelegt ist und in der Regel mehrere Stunden andauert. Das Spielprinzip ist grundsätzlich ganz einfach: Verdiene Geld und verliere kein Geld. Es geht also darum, mit seinem Geld gut zu wirtschaften. Dies gelingt nur, wenn das Geld nicht für Konsum ausgegeben wird, sondern wenn Vermögenswerte gekauft werden. Die Rede ist von dem Brettspiel Monopoly.

Spielprinzip

Finanzdenken Monopoly Immobilie

Geld erarbeitet weiteres Geld

Laut Spielanleitung „geht es darum, Eigentum zu erwerben und es möglichst gewinnträchtig zu vermieten oder zu verkaufen, um der reichste Spieler zu werden.“ Ferner steht in der Anleitung: „Da der Bau von Häusern und Hotels die Mieten beträchtlich erhöht, sollte man möglichst viele Gebäude errichten.“ Man startet das Spiel mit einem gewissen Geldbetrag und muss nun mit diesem Kapital versuchen, sein Kapital durch den Erwerb von Vermögenswerten zu erhöhen.

Funktioniert auch im realen Leben

Hört sich erstmal logisch und nachvollziehbar an. Das denken sich auch viele vermögende Menschen und handeln schon seit vielen Jahren nach dieser Vorgehensweise. Mit dem vorhandenen Kapital werden sich Vermögenswerte wie Immobilien oder Aktien gekauft, welche wiederum das eingesetzte Kapital erhöhen. Sei es durch laufende Erträge (Mieteinnahmen, Dividenden) oder einer gewinnbringenden Veräußerung (Verkauf der Immobilie oder der Aktien).

Generell kann die Startphase des Spiels mit dem eigenen Leben verglichen werden. Irgendwann startet das Berufsleben und das erste eigene Geld wird verdient. Sobald den Menschen Geld umgibt, ist ein Finanzdenken notwendig. Hierdurch beherrscht man den Geldumgang und weiß, dass die Einnahmen höher als die Ausgaben sein sollten, um Kapital aufzubauen. An dieser Stelle kommt erneut ein Finanzdenken ins Spiel, denn was soll mit dem vorhandenen Kapital angestellt werden? Werden sich damit Verbindlichkeiten oder Vermögenswerte gekauft? Wird das Geld verkonsumiert oder gewinnbringend eingesetzt? Obwohl dieses Brettspiel in sehr vielen Haushalten zu finden ist, macht man sich keine tieferen Gedanken hierzu bzw. schafft man es nicht, den Vergleich zum realen Leben herzustellen. Das Spiel vermittelt also mehrere interessante Aspekte: Es geht um die Zeit, das Investieren und den Fokus.

Zeit

Der Faktor Zeit

Wer Monopoly schon mal gespielt hat, der weiß, dass es bis zum Spielende einige Stunden dauern kann. Teilweise muss das Brettspiel sogar am nächsten Tag weitergespielt werden. Wenn ich an meine gespielten Spiele zurückdenke, habe ich sogar viele Spiele irgendwann abgebrochen, weil sie einfach zu lange gedauert haben. Aber genau das ist eine Lehre aus dem Spiel: man kauft nicht von heute auf Morgen mehrere Grundstücke, baut Häuser oder ganze Hotels.

Neben dem finanziellen Aspekt benötigen solche Investitionen in Vermögenswerte viel Zeit. Das richtige Grundstück muss ausgewählt werden, denn Makro- und Mikrolage spielen eine wichtige Rolle. Soll ein Haus, ein Mehrfamilienhaus oder gar was ganz anderes wie Stellplätze, Hotels oder Gewerbe gebaut werden? Wachstum benötigt Zeit und es gibt hierbei keine Abkürzungen. Jeder Immobilienbesitzer fängt in der Regel erst mit einer Immobilie an und jeder Aktionär hat anfangs erstmal nur wenige Aktien gekauft. Weitere Immobilien oder weitere Aktien kommen erst mit der Zeit hinzu. Wichtig ist es, anzufangen und durchzuhalten.

Investition

Der Faktor Investitionen

Das Ziel des Spiels ist es, Grundstücke zu erwerben und auf diesen Häuser sowie Hotels zu errichten. Diese Vermögenswerte werden nicht zur Eigennutzung gekauft, sondern zur Vermietung bzw. zum späteren gewinnbringenden Verkauf. Man muss sich einen Cashflow aufbauen, der einen fortwährend Einnahmen erzielt. Beginnt das Spiel, so erkennt man in der ersten Runde schnell, dass nicht jedes beliebige Grundstück gekauft werden kann. Zum einen muss man erstmal auf den richtigen Feld landen, um überhaupt die Chance zu haben. Zum anderen reicht das Startkapital nicht aus, um alles unverzüglich zu kaufen. Grundstücke und Immobilien erfordern ein hohes Startkapital und binden das Kapital stark an ein einzelnes Objekt. Die Symbolik der Vermögenswerte in Form von Immobilien ist jedoch für jeden einfach zu verstehen und als Brettspiel auch einfacher darzustellen als beispielsweise ein Brettspiel mit Wertpapieren.

Spielend in Wertpapiere investieren?

Prinzipiell wäre allerdings auch ein Spiel mit Wertpapieren bzw. Unternehmensbeteiligungen möglich. Das hat sich auch der berühmte Buchautor Robert T. Kiyosaki (siehe hierzu unter „Empfehlungen“ nach) gedacht und das Brettspiel „Cashflow“ erfunden. Das Spiel kostet neu leider etwa 100€, sodass sich mittlerweile viele Cashflow Clubs gebildet haben, in denen man das Spiel mit mehreren Gleichgesinnten spielen und sich den Preis teilen kann. Ein Freund von mir hat sich dieses Spiel gekauft und ich habe es bereits mehrmals gespielt. Man startet als zufällige Person und steht mitten im Leben. Das bedeutet, man ist berufstätig und hat unterschiedliche Einnahmen und Ausgaben. Das Ziel ist es, die Verbindlichkeiten zu verringern und die Vermögenswerte zu erhöhen, sodass mit deren Einnahmen alle Kosten gedeckt werden können. Ist dieser Status der finanziellen Unabhängigkeit erreicht, ist das Spiel in erster Instanz gewonnen. Im weiteren Spielverlauf geht es darum, sich weitere Vermögenswerte anzueignen, um finanziell frei zu werden.

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Fokus

Der Faktor Fokus

Das Spiel vermittelt zudem schnell die Erkenntnis, dass Bargeld nur temporär ist und Sachwerte in Form von Immobilien oder Aktien von Dauer sind. Während man also fleißig Grundstücke von der Badstrasse bis hin zu Schlossallee kauft, um anschließend Häuser darauf zu errichten, hat man ein Ziel vor Augen. Man ist fokussiert. Dieses langfristige Ziel, sein Kapital bestmöglich zu investieren und fortlaufend immer höhere Einnahmen zu generieren wird allerdings bewusst auf die Probe gestellt.

Mit den Gemeinschafts- und Ereignisfeldern wird der Spielfluss gestört. Diese besonderen Felder sollen immer wieder den Bezug zum realen Leben darstellen, denn es läuft nicht immer alles wie geplant. Getreu nach dem Zitat von John Lennon „Leben ist das, was passiert, wenn du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden“, kommen also auch hier unvorhergesehene Ereignisse. Diese können positiv oder negativ ausfallen, wie beispielsweise „Die Bank zahlt Dir eine Dividende von 500€.“ oder „Strafe für zu schnelles Fahren 100€“. Ähnlich sieht es bei den Gemeinschaftskarten aus, auf denen beispielsweise steht „Spende 1000€ an die örtliche Organisation“ oder „Du hast den 2. Preis in einer Schönheitskonkurrenz gewonnen. Ziehe 100€ ein“. Egal, wie oft man zahlen muss oder wie viel Geld man zusätzlich erhält, das Ziel des Spiels bleibt gleich: Vermögenswerte erwerben und einen Cashflow aufbauen.

Fazit

Zusammenfassend…

… kann man sagen, dass man prinzipiell bereits spielend ein Finanzdenken erlernt hat, nur war man sich dessen vermutlich nicht bewusst. Sobald man anfängt seine finanziellen Entscheidungen zu hinterfragen – ob beim Spiel oder im realen Leben – steigert man das eigene Finanzdenken und trifft fortan cleverere finanzielle Entscheidungen. Das Prinzip ist ganz einfach: Kapital aufbauen, Kapital gut investieren und immer höhere Einnahmen generieren.

Hilfreich ist an dieser Stelle ein passender Geldkreislauf. Sobald der eigene Finanzfluss definiert und automatisiert wird, wächst das Vermögen quasi von alleine weiter an. Hierzu habe ich bereits einen spannenden Beitrag geschrieben: Jeder sollte seinen persönlichen Geldkreislauf definiert haben.

Ich hoffe, dass Du die Grundzüge aus Monopoly verstanden hast und zukünftig vielleicht auch im realen Leben anwenden kannst. Vielleicht hast Du nun auch Lust bekommen, Monopoly noch mal auszugraben und mit Deinen Liebsten zu spielen. Denn egal wer gewonnen oder verloren hat, die Zeit mit seinen Freunden oder der Familie ist doch am kostbarsten.

Disclaimer

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Der Autor ist an manchen der genannten Unternehmen beteiligt (Transparenzhinweis). Alle von mir veröffentlichen Informationen und Zahlen, Einschätzungen und Bilder sind von mir nach besten Wissen und Gewissen erstellt worden. Aufgrund dessen übernehme ich keine Gewähr, Garantie, Haftung oder Zusicherung für die Richtigkeit. Alle Beiträge stellen weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Optionen oder anderen Finanzinstrumenten dar. Das Investieren in Wertpapiere, Optionen oder anderen Finanzinstrumenten ist grundsätzlich mit Risiken behaftet und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Bei den beworbenen Links handelt es sich um Affiliate-Links, d.h. Dir entstehen hierdurch keine Nachteile und ich erhalte lediglich eine Provision für die Vermittlung.