Jeder sollte seinen persönlichen Geldkreislauf definiert haben

Intro

Der persönliche Geldkreislauf

Wie bereits in dem Beitrag zum „Cashflow“ beschrieben, ist die Steigerung des eigenen Cashflows wichtig, um effektiven Kapitalaufbau betreiben zu können. In diesem Zusammenhang ist es aber ebenso wichtig zu wissen, wohin das Geld geht und woher das gesamte Geld um einen herum fließt. Hiermit meine ich nicht die einzelnen Einnahmen und Ausgaben, sondern eine Gesamtbetrachtung von außen.

Vergleichen wir unsere Privatperson wieder mit einem Unternehmen, so hat auch ein Unternehmen bereits fest definierte Budgets für beispielsweise Marketing, Personalangelegenheiten, Entwicklung und Sponsoring. Würde es keine definierten Budgets bzw. definierte Geldrahmen geben, könnte das Unternehmen nicht nachhaltig wirtschaften. Wenn beispielsweise zu viel Geld für Marketing ausgegeben wird, bleibt nicht genug Geld für Entwicklung oder Einkauf neuer Waren übrig.

Genau so verhält es sich auch mit den Finanzen bei uns als Privatperson. Wenn wir keine Budgets oder definierte Geldbeträge für bestimmte Bereiche haben, kommen wir schnell durcheinander und haben keine Kontrolle sowie Überblick über unsere Finanzlage. Daher beinhaltet eine strukturierte Finanzplanung ebenfalls eine Übersicht über alle seine Konten und Geldbewegungen. Das gesamte Zusammenspiel seines Geldkreislaufes sollte also definiert werden.

Persönlichen Geldkreislauf entwickeln

Mein persönliches Cashflow-Modell

Mit der Zeit entwickelt man seine persönliche Strategie und Vorgehensweise für seine eigene Finanzsituation. Ich persönlich habe mir auch Gedanken hierüber gemacht und das Ergebnis zeige ich in dem folgenden Schaubild. Eventuell dient dieses ja als Inspiration oder Idee für Deine Situation und kann Dir helfen, etwas Struktur zu bekommen. Beachte hierbei, dass jede Person in einer anderen finanziellen Situation ist und die Finanzen sehr individuell sind.

Bezahle Dich zuerst

Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Automatisieren seines Cashflow-Modells. Mithilfe von Daueraufträgen und Sparplänen gehen am Monatsanfang alle von mir definierten Geldbeträge automatisiert vom Girokonto ab. Das Geld ist also maximal 1-2 Tage auf dem Konto, sodass ich mich erst gar nicht daran gewöhne und auf die Idee komme, das Geld zu verkonsumieren. Das ist eine sehr elementare Regel, die ich gelernt habe: Bezahle Dich zuerst, denn Du bist am Wichtigsten. Erst danach kommen Versicherungen, Fitnessstudios, Tankstellen, Kinobetreiber und Kleidungshersteller dran.

Finanzdenken Geldkreislauf

Erläuterungen

Finanzdenken Geldarme

Woher kommt das Geld?

Ich erhalte Einnahmen aus nicht-selbstständiger Arbeit, selbstständiger Arbeit sowie durch Kapitalerträge. Hieraus ergibt sich mein Gesamteinkommen.

Wohin geht das Geld?

Kapitalaufbau:

Von meinem Gesamteinkommen nutze ich mindestens 25% für Kapitalaufbau in Form von Investitionen in Aktien/ETFs und dem Optionshandel. Meistens liegt dieser Betrag für den Kapitalaufbau jedoch bei ca. 40%. Dieser Betrag geht am Monatsanfang automatisiert als Sparplan vom Konto ab. Ich bezahle mich zuerst. Der Pfeil zeigt hier zum Vermögen, welches meine Aktien und ETFs bilden. Dieses Geld wird möglichst gewinnbringend investiert, sodass das Geld weiteres Geld erwirtschaften kann und der Zinseszins langfristig zur Geltung kommt. Die hieraus entstehenden Kapitalerträge in Form von Dividenden stehen mir wiederum die nächsten Monate zur Verfügung und erhöhen fortlaufend mein Gesamteinkommen. Diese Dividenden nutze ich in der Regel, um das Geld erneut zu investieren, sodass hier ein immer größerer Schneeball ins Rollen kommt.

Girokonto:

Auf dem Girokonto halte ich möglichst immer ein Netto-Gehalt als liquide Mittel vor. Einfach nur aus dem Grund, dass ich nicht durch kleinere unerwartete Ausgaben sofort ins Minus rutsche. Ansonsten ist mein Girokonto ein Durchlaufposten.

Tagesgeldkonto (Sparen):

Von dem Girokonto gehen am Monatsanfang ebenfalls ca. 10% automatisiert auf mein Tagesgeldkonto. Dieses Geld dient Rückstellungen für Urlaube oder dem Ausgleich des Girokontos, sollte doch mal eine größere Ausgabe stattgefunden haben. Mit der Zeit sammelt sich auf dem Tagesgeldkonto immer wieder etwas Kapital an, welches ich dann in der Regel für Luxus (neuer TV, Laptop, Handy, teure Klamotten, teures Restaurant etc.) ausgebe oder aber auch dieses Geld für den Kapitalaufbau nutze.

Gemeinschaftskonto:

Auf dem Gemeinschaftskonto landet das Geld für die Miete, Nebenkosten, Nahrungsmittel und alles weitere was mit der Wohnung zusammenhängt.

Notreserve:

Zudem habe ich eine Notreserve von ca. 3 Netto-Gehältern. Mit diesem Geld könnte ich ein knappes halbes Jahr über die Runden kommen, sollte ich arbeitslos werden oder meinen größten Kostenfaktor (Pkw) ersetzen müssen, sollte dieser plötzlich kaputt gehen.

Fazit

Zusammenfassend…

… bleibt zu sagen, dass eine feste Struktur in Bezug auf seinen Geldkreislauf absolut sinnvoll ist. Es benötigt seine Zeit, ein für sich passendes Modell zu entwickeln. Sobald neue Lebensereignisse (Kauf von Wohneigentum, Kinderplanung, prunkvolle Hochzeit etc.) eingetreten sind oder bevorstehen, sollte das Modell auch immer wieder aktualisiert werden. So erkennt man jedoch im Großen und Ganzen, wie der eigene Geldkreislauf abläuft. Mithilfe von Sparplänen und Daueraufträgen kann man das meiste automatisieren und es muss nicht weiter beachtet werden. Voraussetzung ist jedoch ein vorher durchdachtes System für die eigene Situation. Dieses System ist also keineswegs eine starre und fixe Angelegenheit, sondern man sollte sich langsam an das für sich passende Modell herantasten. Hat man es jedoch erst einmal gefunden, läuft alles automatisiert ab.

Disclaimer

Risikohinweis und Haftungsausschluss – unbezahlte Werbung

Der Autor ist an manchen der genannten Unternehmen beteiligt (Transparenzhinweis). Alle von mir veröffentlichen Informationen und Zahlen, Einschätzungen und Bilder sind von mir nach besten Wissen und Gewissen erstellt worden. Aufgrund dessen übernehme ich keine Gewähr, Garantie, Haftung oder Zusicherung für die Richtigkeit. Alle Beiträge stellen weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Optionen oder anderen Finanzinstrumenten dar. Das Investieren in Wertpapiere, Optionen oder anderen Finanzinstrumenten ist grundsätzlich mit Risiken behaftet und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.