Optionshandel — Die Wahl des Brokers (Teil 5)

Der Handel mit Optionen ist etwas komplexer und wird daher als Beitragsserie veröffentlicht. Hierbei werden folgende Themen näher beschrieben:

Broker

Was ist das?

Ein Broker ist ein Börsenmakler. Sprich ein Finanzdienstleister, der für die Durchführung von Wertpapierorder zuständig ist. Jeder Privatanleger benötigt einen von der Finanzaufsicht zugelassenen Broker, um Finanzprodukte kaufen und verkaufen zu können. Denn der direkte Handel an der Börse wird den Privatanlegern nicht gewährt. Doch welcher Broker bietet sich nun für den Optionshandel an?

Brokerwahl

Deutschland

Deutsche Broker

Viele deutsche Broker bieten keinen Optionshandel an oder verlangen horrende Gebühren hierfür. Schauen wir uns als Beispiel das comdirect Depot an, mit welcher ich ansonsten insgesamt sehr zufrieden bin. Sie bietet als einer der wenigen deutschen Broker den Handel mit Optionen an. Die ING oder DKB bieten hingegen gar keinen Handel oder nur den Handel mit Optionsscheinen an. Und Optionsscheine sind keine Optionen, wie ich bereis in Teil 1 erklärt habe.

Comdirect bietet Optionen an, ist allerdings zu teuer

Gucken wir auf die Gebührenstruktur bei der comdirect, so wird allerdings schnell ersichtlich, dass dieses Angebot unattraktiv ist: Aktienoptionen pro Kontrakt kosten 2,50€ (mind. 19,00€ pro Ausführung). Allein diese 19€ sind in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß. Aber es geht noch weiter: Die Lieferung von Wertpapieren gegen Zahlung, d.h. wir müssen als Optionsverkäufer die Pflicht des Kaufes/Verkaufes erfüllen, kostet nochmals das normale Transaktionsentgelt einer regulären Aktienorder. Sprich mind. 19€ für die Aktienoption an sich und ggf. nochmals mind. 9,90€, falls man ausgeübt wird und kaufen/verkaufen muss.

Brokerwahl

Ausland

US-amerikanische Broker nur bedingt nutzbar

Als deutscher Staatsbürger hat man leider nur eingeschränkte bis gar keine Möglichkeiten, wenn man über einen US-amerikanischen Broker Optionen handeln möchte. Wie im vorherigen Kapitel jedoch schon angekündigt, ist dies allerdings indirekt bei Interactive Brokers (IB) möglich.

Finanzdenken Wall Street

23 Wall Street, New York Stock Exchange. Die Amerikaner sind den Deutschen in Sachen Aktienkultur weit voraus. Durch eine feste Verankerung im amerikanischen Rentensystem, vertrauen viele US-Bürger auf die dort integrierte Aktienkultur. Aus diesem Grund gibt es dort viele ausgezeichnete Broker mit geringen Gebühren.

Interactive Brokers (IB)

Das Unternehmen kommt ursprünglich aus den USA und hat sich auf den Optionshandel spezialisiert. Aufgrund es kontinuierlichen Wachstums von IB, entstand in Großbritannien ein Ableger von IB. Und IB UK ist in der Lage, die Dienste des US-amerikanischen Unternehmens den europäischen Privatanlegern und institutionellen Anlegern anzubieten. Großer Vorteil ist die kostenlose Handelsplattform „Trader Workstation“ (TWS). Die dortige Einlagensicherung beträgt 500.000 US-Dollar (USD) und der Handel ist an 100 Märkten in 26 Ländern möglich.

Anforderungen von IB

Die Problematik bei IB UK ist die englische Sprache, eine Mindesteinlage von 10.000 USD (oder ca. 9.230€) und das monatliche Gebührenmodell. Das Unternehmen sieht eine monatliche Umsatzgebühr von 10 USD, welche mit geleisteten Umsatzgebühren verrechnet werden kann. Für Anleger, die anfangs wenig Startkapital haben und demnach nicht viele Optionen verkaufen können, ist dieses Gebührenmodell also mit Nachteilen verbunden. Zudem ist es nicht für jeden Anleger möglich, die Mindesteinlage von 9.230€ zu gewährleisten.

Brokerwahl

Lösung

Reseller aus Deutschland

Ironischerweise landen wir nun doch wieder in Deutschland, denn bei uns haben sich hierfür einige sogenannte Reseller etabliert, welche die Dienste von IB nutzen und an den deutschen Markt angepasst haben. Somit bieten diese Reseller einen deutschen Kundenservice via Telefon und Chat, bieten Internetseite und die TWS in deutscher Sprache an, verlangen keine monatliche Gebühr sowie eine geringere Mindesteinlage. Auch wenn alles ziemlich deutsch erscheint, agieren die Reseller jedoch als ausländische Broker. Dieser Umstand ist wichtig, wenn es um den Umgang mit der Steuer geht.

Vorteil der Steuerstundung

Der Broker führt also nicht wie bei regulären deutschen Banken gewohnt, automatisch die Abgeltungsteuer an den Fiskus ab. Der Privatanleger muss hier in Eigenregie seine Kapitalerträge über die Steuererklärung erklären. Für die einen ein Nachteil, für die anderen ein Vorteil. Denn hier kommt der sogenannte Steuerstundungseffekt voll zur Geltung, d.h. alle erhaltenen Prämien und Gewinne bleiben ohne Abzüge auf dem Konto und können für den Optionshandel genutzt werden. Die Kapitalerträge bleiben schließlich so lange auf dem Konto, bis einmal im Jahr die Steuererklärung gemacht werden muss und die jeweiligen Erträge versteuert werden.

3 Alternativen

BANX

Gebühr für deutsche Aktienoptionen (je Kontrakt): 2,00€

Gebühr für US-Aktienoptionen (je Kontrakt) für USA: 3,50USD

Mindesteinlage: 3.000€

Inaktivitätsgebühr: -/-

CapTrader Logo

Captrader

Gebühr für deutsche Aktienoptionen (je Kontrakt): 2,00€

Gebühr für US-Aktienoptionen (je Kontrakt) für USA: 3,50USD

Mindesteinlage: 2.000€

Inaktivitätsgebühr: 1,00USD

LYNX - Anlegen mit Vorsprung

LYNX

Gebühr für deutsche Aktienoptionen (je Kontrakt): 2,00€

Gebühr für US-Aktienoptionen (je Kontrakt) für USA: 3,50USD

Mindesteinlage: -/-

Inaktivitätsgebühr: 1,00USD

Angebot für Dich

Bessere Konditionen für Finanzdenker!

Mein persönliches Angebot für Dich: Ich selber habe mein Depot für den Optionshandel bei BANX. Dort ist ein hervorragender deutschsprachiger Service, welchen man telefonisch schnell in der Leitung hat und der einem sofort weiterhelfen kann. Da ich selber sehr zufriedener Kunde bin, empfehle ich BANX auch weiter und kann Dir als Neukunde vergünstigte Konditionen bei der Depoteröffnung anbieten!

Im Klartext

US-Optionen für 3,00USD anstatt 3,50USD und

deutsche Optionen für 1,80€ anstatt 2,00€ handeln

Und so geht’s:

Vorgehensweise für vergünstigte Konditionen:

  1. Auf den folgenden Link oder dem obigen BANX-Banner klicken: Hier das Depot von BANX eröffnen! (*Affiliate-Link; Falls nicht sichtbar, PopUp-/AdBlocker ausschalten)
  2. Im Feld für Gutscheincodes den Code „Finanzdenken“ eingeben.
  3. Mindestens 3.000€ als Startkapital einzahlen.

Kontoeröffnung

Erfahrungen im Optionshandel

Geht es dann zur wirklichen Eröffnung über, so sollte man auf ein, zwei Dinge achten. Die Eröffnung eines Margin-Kontos ist zu empfehlen, um einfach mehr Möglichkeiten zu haben. Wie zuvor beschrieben, sollte man in Bezug auf die Marginauslastung jedoch vorab sein persönliches Risikoprofil bestimmen, um von keinem Margin Call überrascht zu werden. Bei dem Eröffnungsvorgang werden Dir Fragen zu Deiner Erfahrung mit dem Optionshandel gestellt. Bei diesen Fragen beißt die Katze in den eigenen Schwanz. Um für alle Handlungen beim Optionshandel freigeschaltet zu werden, muss Du angeben, dass Du bereits über ausreichend Erfahrung verfügst. Anderenfalls wirst Du nicht für den Optionshandel freigeschaltet und kannst diesen auch nicht erlernen.

Abonnements sind optional

In der TWS gibt es zudem noch die Möglichkeit, Abonnements für beispielsweise Echtzeitdaten kostenpflichtig abzuschließen. Dieses Abo oder anderweitige Abo´s habe ich selber nicht abgeschlossen und komme sehr gut ohne aus, denn die Realzeitkurse kann man anderweitig im Internet kostenfrei abrufen.

Ausblick

Der Verkauf eines Short Puts in der TWS

Depot eröffnet, TWS installiert und Geld überwiesen? Wenn Du bei der Kontoeröffnung den Code „Finanzdenken“ eingegeben hast, erhältst Du vergünstigte Konditionen und profitierst von geringeren Gebühren pro Trade. Dann geht es los in die Praxis. Anhand von realen Bildern zeige ich Dir den Verkauf eines Short Puts und erkläre wichtige Funktionen, die anfangs benötigt werden.