Jahresabschluss 2020: Learnings, Einnahmen & erreichte Ziele

Intro

Das Jahr 2020: Ein Jahr voller Überraschungen

Ende 2019 habe ich Finanzdenken.de gestartet und mittlerweile gibt es die Seite schon über ein Jahr. Ich bin selber sehr begeistert von diesem Projekt und schreibe gerne jeden Sonntag einen neuen Beitrag für euch. Zwischendurch kommen noch meine Einnahmereporte, welche natürlich ebenfalls Spaß machen ;-). Mit diesem Beitrag hier, habe ich bisher schon 68 Beiträge veröffentlicht. Mit einer so hohen Anzahl hätte ich Anfang 2020 selber nicht gerechnet.

Aber nicht nur der Start von Finanzdenken.de hat das Jahr 2020 besonders gemacht. In finanzieller Hinsicht habe ich mich in diesem Jahr sehr stark weiterentwickelt und habe viel dazu gelernt. Ich habe mich intensiv mit dem Optionshandel beschäftigt und handle hier mittlerweile mit ganz schön viel Kapital. An dieser Stelle habe ich auch zum ersten mal einen Kredit aufgenommen und nutze diesen für den Optionshandel. Seit drei Jahren bin ich an der Börse aktiv und habe dieses Jahr meinen ersten Crash miterlebt. Durch den Crash bin ich mir meiner Strategie und Vorgehensweise – eine Kombination auf Aktien- und ETF-Sparplänen – bewusster geworden und habe diese problemlos durchhalten können. In diesem Zusammenhang habe ich für mich sechs wichtige Lektionen zur Börse herausgefunden und kann stolz sagen, dass ich auch im Crash rational anstatt emotional gehandelt habe. Abschließend habe ich meine finanziellen Ziele für dieses Jahr bereits Ende November erreicht. Aber alles der Reihe nach…

Optionshandel

Mit dem Optionshandel über 4.750€ eingenommen

Ende 2019 habe ich mich in die Thematik des Optionshandels eingelesen. Einige Wochen später habe ich im Februar 2020 ein Konto bei BANX (hier die verschiedenen Broker im Vergleich + Bonus für Dich) eröffnet und meinen ersten Short Put gehandelt. Kurz darauf kam der Crash. Trotz der sinkenden Kurse und volatilen Zeiten, kam ich zu keiner Zeit in schwierige Situationen, denn ich habe mir im Vorfeld feste Verhaltensregeln festgelegt. Im Gegenteil, ich nutzte sinkende oder steigende Kurse stets zu meinem Vorteil. Einnahmen generierte ich durch den Verkauf von Puts. Wurden mir Aktien eingebucht, erzielte ich weiterhin Einnahmen durch den Verkauf von Calls. Eingebuchte Aktien zahlten mir zudem eine Dividende. Via Covered Calls wurden mir bisher fast alle eingebuchten Aktien wieder teurer ausgebucht, sodass ich an dieser Stelle ebenfalls Einnahmen erzielen konnte. Falls Du nur Bahnhof verstehst, lies folgenden Beitrag: Optionshandel einfach erklärt!

Bis Mitte November erzielte ich mit dieser Vorgehensweise und einem Kapital von insgesamt 14.000€, eine Rendite von 23% bzw. etwa 3.200€ (vor Steuern, nach Gebühren). Anfangs bin ich mit 3.000€ gestartet, doch habe schnell gemerkt, dass ich trotz Margin-Konto schnell an die finanziellen Grenzen stoße. Aus eigenen Mitteln erhöhte ich daher mein Kapital im Laufe des Jahres auf 14.000€. Ideal ist hierbei, dass ich den aktiven Optionshandel mit meiner passiven Dividendenstrategie kombinieren kann.

Was mit 14.000€ funktioniert, sollte auch mit 30.000€ funktionieren

Mitte November beschloss ich also, dass ich mein Kapital für den Optionshandel gerne weiter erhöhen würde. An meine Notreserve wollte ich nicht ran und der Großteil meines anderen Kapitals ist bereits in Aktien und ETFs investiert. Auch an dieser Stelle kam als Verfechter von Buy & Hold kein Verkauf für mich in Frage. Ich habe mich daher für einen Kredit entschlossen. Warum und wieso, kannst Du hier nachlesen. Mein Eigenkapital hat sich hierdurch im Optionsdepot auf 29.000€ erhöht. Dank des neuen Kapitals habe ich eine effektive Kaufkraft von 100.000€ und kann nun Aktien handeln, die etwas teurer sind und daher auch mehr Prämien einbringen. Ich nutzte den Dezember und konnte dank des neuen Kapitals noch mal knapp 1.550€ (vor Steuern, nach Gebühren) einnehmen. Vor Steuern und nach Gebühren habe ich im Jahr 2020 insgesamt 4.750€ erwirtschaftet. Abzüglich der Steuern komme ich auf einen Nettobertrag von etwa 3.500€. Bisher also eine gute Entscheidung gewesen, denn die Zinsen des Kredites habe ich damit schon fast wieder raus. Alle zukünftigen Gewinne sind also reiner Gewinn, welchen ich theoretisch auch für die vorzeitige Tilgung des Darlehens nutzen könnte.

Optionseinnahmen 2020

Finanzdenken Optionseinnahmen 2020

Learnings

Finanzdenken Idee

Stets rational bleiben – ruhiger Schlaf trotz -15% im Depot

Im Februar und März hatten die Crash-Propheten wieder Hochsaison und auch einige Blogger oder YouTuber nutzten die Zeit, um entgegen ihrer bisherigen Art und Weise eine Panik zu verbreiten. Raus aus Aktien! Ein riesiger Crash! Der Euro fällt zusammen! Dieses Mal ist alles anders! Wer jetzt nicht verkauft, wird es bereuen! Und und und… im Nachhinein ist man immer schlauer und auch ich persönlich hätte nicht mit einer derartig schnellen Erholung bzw. Rallye gerechnet. Aber nur weil die Kurse fallen, verkauft man doch nicht panisch seine Aktien? Rational handeln anstatt emotional. Kaufen, wenn die Kanonen donnern und Blut auf den Straßen liegt. All diese Weisheiten von Buffett & Co., welche in jedem Finanzbuch stehen, wurden kurzerhand über Bord geworfen.

„Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie wieder steigen.“ – Zitat André Kostolany

Ich persönlich habe aufgrund meiner Dividendenstrategie viele solide und große Unternehmen im Depot, welche schon seit vielen Jahren existieren. All diese Unternehmen haben schon mehrere Krisen durchgemacht und wissen mit solchen Situationen umzugehen. Daher erlitt mein Depot zu Höchstzeiten „nur“ ein Minus von etwa 15%. Obwohl dieses Minus ein Buchverlust von mehreren tausend Euro bedeutet, war ich in dieser Zeit recht entspannt. Durch all das angelesene Wissen und meine bisherigen Erfahrungen wusste ich, dass ich einfach nur rational bleiben musste. Und rational zu sein bedeutete in meinem Fall: nichts tun. In diesem Zusammenhang habe ich vor kurzem einen Beitrag über sechs wichtige Lektionen zur Börse geschrieben, welche mir auch in dieser Krisenzeit geholfen haben. Da ich über 20 Aktien- und ETF-Sparpläne habe, wurde stetig hinzugekauft und mein Einkaufskurs gesenkt. Alles lief automatisiert ab. Alles war wie immer.

Diversifikation zahlt sich immer aus – bei Investitionen und Brokern

Mein Depot hat den Crash unter anderem deswegen so gut weggesteckt, weil ich über viele Länder und Branchen hinweg diversifiziert bin. Nicht zyklische Unternehmen machen hierbei einen Großteil meines Depots aus und das hat sich auch in der Krise wieder als Vorteil erwiesen. Essen und Trinken sowie lebensnotwendige Güter werden immer benötigt und der Umsatz bleibt daher annähernd bestehen. Neben dieser Erkenntnis habe ich zudem festgestellt, dass es Sinn macht, sich nicht nur auf eine Bank oder einen Broker zu setzen. Ich bin sehr zufriedener Kunde bei der comdirect (*Affiliate-Link), allerdings finde ich die 9,90€ Ordergebühren ab dem 2. Jahr eindeutig zu teuer. Die 1,5% Transaktionsgebühren für Sparpläne wiederum sind okay, aber auch nicht berauschend. Aus diesem Grund habe ich einen Teil meiner Aktiensparpläne zu Trade Republic verlagert und spare seitdem etwa 15€ im Monat. Die Aktiensparpläne werden bei Trade Republic (*Affiliate-Link) kostenfrei ausgeführt und Einmalkäufe kosten lediglich 1€. Neuerdings habe ich noch ein Depot bei Scalable (*Affiliate-Link) eröffnet, da der erste ETF-Sparplan kostenfrei ausgeführt werden kann. Auch hier spare ich mir zukünftig wieder die Ordergebühren der anderen Broker. Schau doch mal in meinen Empfehlungen nach, hier würde ich mich über eine Eröffnung über meine Affiliate-Links freuen.

Ziele 2020

Kein Sprint, eher ein Marathon

Vor genau einem Jahr habe ich meine finanziellen Ziele für 2020 definiert. Man soll sich möglichst ambitionierte Ziele stecken, damit man an seinen Herausforderungen wächst. Genau diesen Gedanken hatte ich auch, als ich mir die Höhe meiner Dividendeneinnahmen definiert habe. 2019 erhielt ich etwa 500€ an Dividenden und in 2020 wollte ich mindestens doppelt so viel erhalten. Mein Ziel an Dividendeneinnahmen lag somit bei 1.000€ nach Steuern und Gebühren.

Zusätzlich wollte ich mit dem Optionshandel ein weiteres Einkommen generieren. Ich hatte keine Referenzwerte, da ich 2020 erst neu in die Thematik eingestiegen bin. Blauäugig setzte ich mir 2.000€ nach Steuern und Gebühren als Ziel. Bis dato hatte ich nur einen groben Plan meiner Vorgehensweise und konnte noch nicht abschätzen, wie viel Kapital ich für den Optionshandel im Endeffekt aufbringen werde. Die Ziele waren echt sportlich, aber nicht unmöglich. Apropos sportlich: Vermögensaufbau geht nicht von heute auf morgen und schnell reich werden funktioniert nur in absoluten Ausnahmefällen. Es ist aus sportlicher Sicht also definitiv eher ein Marathon oder Ultra-Marathon als ein Sprint. Schritt für Schritt kommt man seinen finanziellen Zielen immer näher.

Dieser Weg zum Ziel ist wunderbar an der Entwicklung meiner Dividendeneinnahmen zu erkennen:

Dividendeneinnahmen 2020

Finanzdenken Dividendeneinnahmen Jahr 2020
Finanzdenken Dividendeneinnahmen Monate3 2020

Ziele 2020: Soll / Ist

Finanzdenken Ziele 2020 Soll-Ist

Fazit

Zusammenfassend…

… kann man sagen, dass ich in diesem Jahr sehr viel dazugelernt habe. Schwankungen in meinem Depot oder gar vierstellige Verluste kann ich gut verkraften. Hierbei haben mir nicht nur die soliden Dividendenwerte geholfen, sondern auch die regelmäßige Dividende. Obwohl das Depot im Minus war, erhielt ich jeden Monat mehrere Dividendenzahlungen auf mein Konto und die Gedanken konnten sich daher gut von dem Minus lösen.

Ein Prinzip von mir ist, dass ich mich nicht über vergangene Rendite ärgere, weil es sowieso nichts bringt. Doch über ein verpasstes Investment in Tesla bin ich dennoch verärgert. Ich bin ein großer Fan von Tesla und durfte schon mehrmals mit dem Model 3 fahren, aber meine Gedanken zu Elon Musk sind sehr „vielfältig“. Von den Produkten, der Marke und der Idee bin ich allerdings sehr überzeugt. Hieraus habe ich gelernt, dass ich zukünftig noch stärker danach handeln möchte, wovon ich selber überzeugt bin.

Des Weiteren hat sich die Aufnahme des Kredites nach den ersten Wochen als Richtig erwiesen. Nach kurzer Zeit konnte ich hierdurch so viel Gewinn erzielen, dass ich bereits die Zinsen des Darlehens davon bezahlen könnte. Alle weiteren Gewinne gehen also direkt auf mein Konto. Ich bin gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt. Meine Aktien und ETF-Sparpläne werden stur und stetig weiter bespart, sodass ich Monat für Monat mehr Dividenden erhalte. Diese passive und automatisierte Vorgehensweise passt super zu mir und hat in meinen Augen viele Vorteile. Alles in allem, war das Jahr 2020 aus finanzieller Sicht ein gutes Jahr. Ich plane bereits meine Ziele für 2021, aber hierzu im nächsten Beitrag mehr ;-)

Wie war es bei euch? Welche Ziele hattet ihr und welche Ziele habt ihr euch für 2021 gesetzt?

Finanzdenken Weihnachten 2020

Disclaimer

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